Symbole des Fortschritts

Dezember 2014 / Stil
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Symbole des Fortschritts

Dezember 2014 / Stil 

Die korrekte Erfassung und Messung der Zeit ist ein Bestreben, das die Menschen bereits seit der frühen Antike umtreibt. Doch die immer ausgeklügelteren Mechanismen brachten auch in anderen Bereichen Fortschritte – beispielsweise in der Navigation auf See. Noch heute verwendete Großuhren – die genauesten und erschütterungsresistentesten Uhrwerke der Welt – sind nicht nur Symbole des Fortschritts, sondern auch stilvolle Hingucker eines gehobenen Interieurs. Stilexpertin Martina Schäfer, Geschäftsführerin von Juwelier Wempe in Köln, gibt Tipps für das Wohnaccessoire der Extraklasse.

 

  Tipp 1   Der Klassiker

Zu den legendärsten Modellen unter den Luxus-Großuhren gehört die „Sinclair Harding H1“. Als Nachbildung der von Uhrmacher John Harrison in der Mitte der 1720er Jahre entwickelten „H1“, die der Ermittlung der  Längengrade auf See diente, zeigt sie eindrucksvoll, wie ausgeklügelt und komplex Harrisons Arbeit gewesen sein muss. Erstmals konnten Seeleute ihre Ost-West-Position abschätzen, indem sie die „Greenwich Mean Time“, auf die die Uhr gestellt war, genau mit der aus dem Sonnenstand bestimmbaren Ortszeit verglichen.

 

  Tipp 2   Das Kunstwerk

Eingefasst in eingefärbtes Stroh ist diese Uhr eine der kunstvollsten ihrer Klasse: die Atmos Marqueterie Paille. Im frühen 20. Jahrhundert von Ingenieur Jean-Léon Reutter erstmals gebaut, wurde das Modell stets weiterentwickelt. Moderne Versionen verfügen über ein schier ewiges Uhrwerk, das sich dank einer einzigartigen Funktionsweise selbst wieder aufzieht, indem die Pendule Temperaturschwankungen als Antrieb nutzt und in fast 4 000 Jahren nur eine Abweichung von einem Tag erfährt. Das elegante Design hebt die fein gearbeiteten Intarsien hervor, während Minuten, Stunden, Monate und Mondphasen präzise angezeigt werden.

 

  Tipp 3   Die Elegante

Das Emaille-Zifferblatt der Sinclair Harding „Great Wheel Skeleton Clock“ ist eines der wenigen Teile, die nicht von Sinclair Harding gefertigt werden. Ein hochspezialisierter Hersteller in Le Locle (Schweiz) fertigt dieses Ziffernblatt nach traditionellen Techniken, wie sie auch in den französischen Uhren Verwendung finden. Aufgrund ihrer Schlichtheit findet sich in dieser Großuhr eine eindrucksvolle Eleganz.

 
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Martina Schäfer, Geschäftsführerin von Juwelier Wempe in Köln, gibt Tipps, wie Schmuck und Outfit perfekt miteinander harmonieren.