Wenn Straßennamen Geschichten erzählen … Rubensstraße

«

Wenn Straßennamen Geschichten erzählen … Rubensstraße

Peter Paul Rubens gilt als einer der größten „flämischen“ Maler. Aber er ist auch ein „Herzens-Kölner“.

Geboren wurde er am 28. Juli 1577 in Siegen und wuchs in Köln in der Sternstraße auf. An den großen mittelalterlichen Künstler erinnert die  Rubensstraße zwischen Hohenstaufenring und Am Rinkenpfuhl. Sein berühmtes Spätwerk „Die Kreuzigung Petri“ (1638) schuf er für die Jesuitenkirche St. Peter in der Kölner Innenstadt nahe des Museums Schnütgen. Dort wurde auch sein Vater Dr. Jan Rubens beigesetzt.

Besondere Beachtung verdient das Haus Rubensstraße 33–35, das ab 1930 als Standort für das Wohlfahrtsamt und Jugendamt, die jüdische Wanderfürsorge, den israelitischen Frauenverein und die Jüdische Wirtschaftshilfe diente. Bevor es 1945 der Synagogen-Gemeinde zurückgegeben wurde, hatten es die Nationalsozialisten auf Grund seiner jüdischen Vergangenheit seit 1940 als Deportationsstation missbraucht.

 
Zurück zur Übersicht

Buchtipp: Spannend und informativ: „Kölner Straßennamen erzählen“ (Bachem, ISBN 3-7616-1815-8)

 

 

Fotonachweis:
Thomas Reimer - Fotolia.com

Achtung:
neue Anschrift