Wenn Straßennamen Geschichten erzählen … Brunostraße

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Wenn Straßennamen Geschichten erzählen … Brunostraße

Die Brunostraße liegt im Kartäuserbezirk parallel zur Straße Kartäuserhof nahe des Chlodwigplatzes.

Sie gehörte zu einer der sogenannten „Goldgässchen“, die zum Rhein führten. Es ist nicht historisch belegt, an welchen Bruno diese Straße genau erinnert. Sie könnte dem Kölner Erzbischof und Reichskanzler Bruno (953–965) gewidmet sein oder aber dem Gründer des Kartäuserordens. Für letzteres spricht die Lage im Kartäuserbezirk.

Dieser Bruno wurde im 11. Jahrhundert in Köln als Sohn der Patrizierfamilie Hardefust geboren und wurde Kanonikus und Leiter der Domschule von Reims. Generell aber verachtete er das Leben bei Hofe. Aus diesem Grund zog er sich in die Einsamkeit der Bergwelt von Charteuse bei Grenobile zurück, um dort einen strengen Reformorden zu gründen. Er stellte einen Kräuterlikör namens „Charteuse“ her, der später weltberühmt wurde. Nie wieder kehrte Bruno nach Köln zurück – erst rund 300 Jahre später ließen sich die ersten Kartäusermönche auch in der Domstadt nieder.

 
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Buchtipp: Spannend und informativ: „Kölner Straßennamen erzählen“ (Bachem, ISBN 3-7616-1815-8)

 

 

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Thomas Reimer - Fotolia.com