Wenn Straßennamen Geschichten erzählen … Eigelstein

«

Wenn Straßennamen Geschichten erzählen … Eigelstein

Eine der bekanntesten Straßen in Köln ist – nicht zuletzt wegen seiner Rotlicht-Vergangenheit – der Eigelstein.

Er befindet sich im Norden der Innenstadt, verläuft parallel zur Turiner Straße und ist exakt 568 Meter lang. Ehemals verlief hier ein Abschnitt der römischen Heerstraße. Am Ende des Eigelsteins befindet sich die berühmte Eigelsteintorburg als Teil der mittelalterlichen Stadtmauer. Diese wurde im Laufe der Jahrhunderte schon als Festungsbau, Zollerhebungsstelle, Gerichtshaus und noch bis Ende des 19. Jahrhunderts als  Gefängnis für Militärstraftäter genutzt.

Doch was ist eigentlich dieser „Eigelstein“, der Namensgeber für eine Straße, eine Torburg und letztlich ein ganzes Veedel ist? In rheinischen Städten wurden zu Zeiten der römischen Herrschaft Befestigungstürme und Grabdenkmäler „aquila“ (Adler) genannt, denn jener war ein gängiges römisches Feldzeichen. Bis ins 17. Jahrhundert hinein hieß der Eigelstein „platea aquilina“ (Adlergasse),
wurde dann aber von den französischen Besatzungstruppen in „Rue d’Aigle“ (Adlerstraße) umgetauft. Daraus machte der Kölner den Eigel, oder Eijel.

 
Zurück zur Übersicht

Buchtipp: Spannend und informativ: „Kölner Straßennamen erzählen“ (Bachem, ISBN 3-7616-1815-8)

 

 

Fotonachweis:
Thomas Reimer - Fotolia.com

Achtung:
neue Anschrift