Zeit für mich – So entspannen Sie richtig!

September 2015 / Gesundheit
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Zeit für mich – So entspannen Sie richtig!

September 2015 / Gesundheit 

Ärger auf der Arbeit, lange Schlangen im Supermarkt und zuhause wartet ein riesiger Haufen Schmutzwäsche – im Alltag finden viele nur selten ausreichend Zeit zum Entspannen. Kein Wunder also, dass der Akku irgendwann leer ist. Wie Sie nach Feierabend einfach mal die Pause-Taste drücken.

 

Work-Life-Balance lautet ein neumodischer Anglizismus, der einem jeden Berufstätigen am Herzen liegt. Erklärtes Ziel: die richtige Balance, den optimalen Ausgleich zwischen Job und Leben zu finden. Oder eher zwischen Job und Freizeit. Denn auch die Arbeit gehört ja irgendwie zu unserem Leben dazu. Um sie soll es hier aber nicht gehen, sondern um die Zeit nach Feierabend und wie wir diese optimal nutzen. Denn wer in seiner spärlichen Freizeit ausschließlich faul auf der Couch liegt, erholt sich nur selten optimal. Experten empfehlen andere Strategien. 

Gute Gewohnheiten

Den Schalter umzulegen, sobald die Bürotür ins Schloss fällt, erweist sich mitunter als gar nicht so einfach. Den einen beschäftigt noch der schwelende Konflikt mit der Kollegin, dem anderen sitzt auch nach Dienstschluss der Termindruck im Nacken. Wie soll man sich da entspannen? Indem man bewusst Übergangsrituale schafft, meinen Fachleute. Denn Feierabendrituale, die jeden Tag gleich ablaufen, signalisieren dem Gehirn: Jetzt ist endlich Zeit abzuschalten. Der Trick funktioniert wie zu Kindheitstagen, als ein Glas warme Milch und eine Gutenachtgeschichte Abend für Abend das Zubettgehen einläuteten. Wer keine Milch zur Hand hat, nimmt sich auf dem Heimweg vielleicht Zeit für einen kurzen Kaffee-Zwischenstopp in der Espressobar des Vertrauens oder legt auf der Autofahrt nach Hause erst einmal den aktuellen Lieblingssong auf. Nur Vorsicht, dass Sie dabei nicht einschlafen!

Auszeit für Eilige

Zwei Wochen im Sommer, zwei zum Jahresende und ein paar Tage zwischendurch – alleine auf den Urlaub zu setzen, um die Reserven wieder aufzufüllen, reicht meistens nicht. Aus Rücksicht auf das eigene Wohlbefinden raten Experten, sich täglich Zeit zum Innehalten zu nehmen – und seien es nur 15 Minuten. Warum nicht einfach mal etwas länger mit Kaffee und Morgenzeitung am Frühstückstisch sitzen bleiben oder nach Feierabend ein, zwei Runden durch die  Nachbarschaft schlendern? So mancher kann herrlich durch Meditation abschalten oder mit autogenem Training, einer leichten Form der Selbsthypnose. Wem das zu spirituell daherkommt, kann es etwas bodenständiger mit simplen Atemübungen versuchen. Denn wer sich bewusst auf den eigenen Atemvorgang konzentriert, blendet nach und nach andere Sinneserfahrungen aus, Pulsschlag und Blutdruck sinken, der Körper entspannt sich. Egal welche Strategie zum Einsatz kommt – wichtig ist, kleine Auszeiten bewusst in den Tag einzuplanen.

Schreibtisch adé

Wer sich wie am besten entspannt, hängt neben persönlichen Vorlieben, auch mit dem Job des Entspannungssuchenden zusammen. Wer hauptsächlich mit dem Kopf arbeitet und seine Arbeitstage im Büro vor dem Computer verbringt, braucht nach Feierabend einen anderen Ausgleich als jener, der täglich mit einem Fahrrad Briefe ausfährt. Fachleute raten, sich nach Feierabend Kontrasterlebnisse zu schaffen. Das begünstige die Erholung. Bürohengste sollten demnach raus in die Natur, Sport treiben, während sich der Postbote besser einen gemütlichen Abend in der Sauna gönnt. Dass sich ersterer natürlich auch mal ins Dampfbad verirren darf und letzterer privat nicht ganz auf Ausflüge mit seinem Drahtesel verzichten muss, sei hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt.

Einfach mal abschalten

Eigentlich weiß es jeder: Auch Smartphone, Tablets, Laptops und Co. können einer optimalen Entspannung entgegenwirken. Sie sorgen dafür, dass wir immer erreichbar sind, uns ständig informieren können und verhindern so, dass wir ordentlich zur Ruhe kommen. Wer also richtig abschalten möchte, sollte auch die mobilen Kommunikationshelfer bis- weilen mal abschalten. Viele werden erstaunt sein, wie anders es sich anfühlt, wenn man nicht ständig mit dem ein oder anderen Piepton aus der eigenen Hand oder Hosentasche rechnen muss.

Ein Wort zum Sport

Ob Joggen, Schwimmen oder Radfahren – Ausdauersportarten dienen vor allem Menschen, die im Beruf geistig gefordert sind als optimales Ventil, Stress abzubauen. Viele bekommen erst mit Laufschuhen an den Füßen den Kopf so richtig frei. Laut Experten winkt jedoch dann die größte Erholung, wenn man neben der körperlichen Anstrengung auch mental abschaltet. Das sei vor allem bei Mannschaftssportarten der Fall sowie bei Sportarten, bei denen äußerste Konzentration gefragt ist. Wer beim Fußballspielen um den Ball kämpft oder sich beim Golf auf das nächste Loch konzentriert, dem bleibt keine Zeit, parallel noch über den anstehenden Geschäftstermin zu grübeln. Für jene, die sich auf weniger schweißtreibende Art und Weise sportlich Entspannen wollen, kommt zum Beispiel Joga infrage, oder auch Tai-Chi – eine mehrere hundert Jahre alte Bewegungskunst aus China, die auf langsame, fließende und entspannte Bewegungen setzt. Ursprünglich als Kampfkunst entstanden, stehen heute Gesundheit, Entspannung und Meditation im Vordergrund. Besonders schön: Jetzt im Sommer können die Übungen auch draußen im Freien praktiziert werden.

 
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