Das letzte Wort ... hat in dieser Ausgabe Eric H. Seiler, Center Manager DuMont-Carré

Juni 2015 / Das letzte Wort
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Das letzte Wort ... hat in dieser Ausgabe Eric H. Seiler, Center Manager DuMont-Carré

Juni 2015 / Das letzte Wort 

Köln ist ein Lebensgefühl mit grundsätzlich guter Zukunftsperspektive. Die Bevölkerung wächst, der Wirtschaftsstandort ist stabil, der Tourismus boomt, viele Ecken der Stadt werden attraktiver – die neue Oper samt Offenbachplatz, der neue Rheinboulevard auf der „Schäl Sick“, das neumodernisierte Shoppingcenter DuMont-Carré an der Breite Straße …

Wichtigste Säule für die Einkaufsstadt Köln ist der Einzelhandel in der City. Hier gilt es, die Weichen zu stellen, um in Zukunft den Anschluss nicht zu verlieren. Die steigende Zahl von Shoppingcentern in „Nachbargemeinden“ auf der grünen Wiese machen unabdingbar, dass Köln zeitnah in seine Innenstadt und Einkaufsmeilen investiert.

Dazu gehört die Erreichbarkeit. Köln lebt von seiner „noch“ hohen Zentralität, von Menschen – potenziellen Kunden –, die zum Einkaufen nach Köln fahren. Doch die Lebensadern der Stadt – wie die Rheinbrücken oder der Kölner Ring – wurden und werden jahrelang im „Schneckentempo“ saniert. Überhaupt ist Köln verkehrstechnisch eine Katastrophe. 

Die Stadt sollte ihre Prioritäten neu festlegen und nicht an „falschen Doktrinen“ festhalten. Ein gut funktionierender ÖPNV und ein ausgebautes Fahrradwegenetz sind schön, aber eine autofeindliche Innenstadt und schwache Verkehrskonzepte, die die gute Erreichbarkeit mit dem Pkw erschweren, schaden dem Einzelhandel, den Gastronomen, dem Tourismus, dem ganzen Wirtschaftsstandort Köln – und sie sind nur schwer wieder zu korrigieren.

Zudem bedürfen die Kölner Einkaufsmeilen einer dringenden Sanierung. Investitionen unter anderem in neue Stadtmöblierung, neue Beleuchtungskonzepte, neue Pflasterung, mehr Papierkörbe, neue Fahrradständer und öffentliche Bezahl-Toiletten sollten (nicht nur) für die drei großen Fußgängerzonen zeitnah realisiert werden, damit die Kölner City den Anschluss nicht verliert. Es gilt, eine Atmosphäre zu schaffen, die Lust auf „Bummeln, Einkaufen und Schlemmen“ macht.

Für die Planung und Umsetzung bedarf es einer modernen und effizienten Stadtverwaltung sowie der Einbindung wichtiger Institutionen und Partner – wie IHK, EHI, EHV, Citymarketing, die großen Einzelhandelsbetreiber und nicht zuletzt die Medien. Sich der Realität bewusst werden, Mut zu Veränderungen, handeln – „endlich loslegen“ muss das Credo sein, damit unser Köln auch in Zukunft die Stadt mit „Hätz un Jeföhl“ und auf ewig die Nr. 1 am Rhein bleibt. Das ist zu diesem Thema …

... mein letztes Wort.

 
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Bildnachweis:
jock+scott / photocase.de

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