Das letzte Wort ... hat in dieser Ausgabe Stefan Schadek, der seit 19 Jahren im Kölner Karneval tanzt – unter anderem als „Jeckebääntchen“ bei den Lyskircher Helligen Knäächten un Mägden (1999–2002) un

Januar 2015 / Das letzte Wort
«

Das letzte Wort ... hat in dieser Ausgabe Stefan Schadek, der seit 19 Jahren im Kölner Karneval tanzt – unter anderem als „Jeckebääntchen“ bei den Lyskircher Helligen Knäächten un Mägden (1999–2002) un

Januar 2015 / Das letzte Wort 

Bereits im Mittelalter waren sich die Kölner der Schönheit ihrer Stadt bewusst. Frei übertragen heißt der Spruch: „Köln, eine Krone, über allen Städten schön!“ Auch heute ist Köln eine selbstbewusste Stadt. Und zu welcher Gelegenheit teilt der Kölner seine Freude lieber mit seinen Mitmenschen als zur fünften Jahreszeit? Der Kölner Karneval ist Wirtschaftsfaktor, Großevent, Exportschlager und Medienereignis. Er ist aber auch für sehr viele Menschen Herzensangelegenheit,  Lebensgefühl, geliebte Tradition, Identifikation mit dieser Stadt und ihrer Geschichte.

Eine der schönsten Formen, diese Liebe mit Gefühl und Leidenschaft zu verbinden, ist der Tanz. Tanz und Karneval gehören unmittelbar zusammen. Die kleinste tänzerische Regung ist schon das Schunkeln. Kein Jeck kann sich dem entziehen, wenn op d’r Stroß und in den Sälen kölsche Lieder gesungen werden. Faszinierend wird es aber, wenn Tanzgruppen und Tanzpaare ihre Freude am Tanz auf die Bühne tragen. Spätestens seit dem ersten Rosenmontagszug 1823 – mit der Teilnahme der Helligen Knäächte und Mägde – sind Tanzgruppen der Stolz jeder Gesellschaft und die Tanzpaare die Zierde jedes Korps: „Eine Krone für unsere Stadt.“

Seit den 1950er-Jahren haben drei Personen den Tanz im Kölner Karneval besonders geprägt. Peter und Hilde Schnitzler sowie Biggi Fahnenschreiber haben ihr Leben dem Tanz gewidmet. Sie haben es verstanden, die Freude am Karneval mit der Professionalität einer klassischen Ausbildung und der Erfahrung vieler Jahre an der Kölner Oper und anderen Theatern zu verbinden und an viele Generationen weiterzugeben. Heute übernehmen einige ihrer Schüler selber Trainerverantwortung und geben diesen Geist weiter. Ich spreche sicher für viele, wenn ich diesen drei wundervollen Menschen Danke sage. Ich hoffe, dass Köln immer solch engagierte Tänzer und Trainer hat, die den Menschen vor der Bühne vermitteln, welche Freude der Kölner Karneval macht. Met dreimol vun Hätze „Kölle Alaaf“! Das ist zu diesem Thema …

... mein letztes Wort.

 
Zurück zur Übersicht

Collen eyn kroyn boven allen steden schuyn!

 

Bildnachweis:
jock+scott / photocase.de