Das letzte Wort ... hat in dieser Ausgabe Beatrice Bülter, geschäftsführender Vorstand der „Kölner Grün Stiftung“.

Dezember 2015 / Das letzte Wort
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Das letzte Wort ... hat in dieser Ausgabe Beatrice Bülter, geschäftsführender Vorstand der „Kölner Grün Stiftung“.

Dezember 2015 / Das letzte Wort 

Wenn ich an Köln denke … fällt mir die Begeisterungsfähigkeit der Menschen ein, die Liebe zu ihrer Stadt, die Toleranz, die innere Verbundenheit, natürlich das Brauchtum, die Offenheit, auf andere Menschen zuzugehen und ins Gespräch zu kommen – das kaum in Worte zu fassende „kölsche Jeföhl“. Wenn ich an Köln denke … denke ich an den Mittelpunkt der Stadt, den Dom, die romanischen Kirchen, die Historie, die alten Baudenkmäler, die Ringe, den Rhein, den Zoo, die bunte Kneipenlandschaft und natürlich den Karneval.

Wenn ich an Köln denke … denke ich logischerweise auch an den sensationellen Grüngürtel, ein 100 Jahre altes Kulturdenkmal, das die Millionenstadt einhüllt und ummantelt. Jeder nutzt das Grün, die Kinder wie die Familien, der Junior wie der Senior, der Sportler wie der Hundebesitzer.

Doch wenn ich an Köln denke … dann denke ich genau in diesem Punkt auch an Nachlässigkeit und Fahrlässigkeit, an mangelnde Wertschätzung und Ignoranz, an Mitbestimmung zum vorsätzlichen Verfall der Umwelt und deren Vermüllung. Das Mitspracherecht der Bürger hat bei Stadtplanungen einen hohen Stellenwert, aber Rechte sind unweigerlich mit Pflichten verbunden. Wo übernehmen beispielsweise die Nörgler, die ewig Kritik üben, Verantwortung? Jeder Einzelne kann helfen, mit minimalem Aufwand diese Stadt ein Stück nach vorne zu bringen und nicht das Allgemeingut mit Füßen zu treten.

Kann man nicht auch ein Papier aufheben, das stört? Es fällt auch keinem ein Zacken aus der Krone, ein schiefes Schild geradezurücken, einen Poller in die Verankerung zu stecken, einen Baum bei Trockenheit zu gießen etc. Natürlich gibt es zahlreiche Initiativen, die sich aktiv für ein schönes Umfeld engagieren. Aber warum werfen so viele Menschen, die in anderen Ländern aus Angst vor Sanktionen kein Papierchen auf den Bürgersteig werfen, in Köln den Müll zuhauf in die Gegend? Übernehmt ALLE Verantwortung für Eure Stadt und helft mit, dass unser Köln lebenswert bleibt. Das ist zu diesem Thema …

... mein letztes Wort.

 
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Bildnachweis:
jock+scott / photocase.de

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