Das letzte Wort

Juli 2017 / Das letzte Wort
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Das letzte Wort

Juli 2017 / Das letzte Wort 

It’s hard to be a woman, because you must think like a man, act like a lady, look like a young girl and work like a horse.“ Ein gern zitierter Spruch, vor allem, wenn es um das Thema „starke Frauen“ im Sinne von Karriere geht. Ich sage: was für ein Quatsch.
Schlimm genug, dass wir uns im 21. Jahrhundert eingestehen müssen, dass der Traum der beruflichen Gleichberechtigung für viele Frauen nach wie vor an der sogenannten „gläsernen Decke“ endet. Aber das bedeutet ganz sicher nicht, dass Frauen einen Perfektionismus anstreben müssen, der für beide Geschlechter  gleichermaßen unerreichbar bleibt. Nach meinem Verständnis geht es um Chancengleichheit im Sinne
von fachlichen und menschlichen Kompetenzen. Deshalb unterscheidet sich meine Definition der sogenannten „starken Frau“ nicht von der eines „starken Mannes“. Wer neben seinen fachlichen und empathischen
Fähigkeiten authentisch ist, über ein natürliches Selbstbewusstsein und Selbstwertgefühl verfügt, Grenzen als Herausforderung wahrnimmt, Visionen hat und sich vor allem nicht auf dem Erreichten ausruht, den empfinde ich als starke Führungskraft. Weil aber das eingangs Gesagte nach wie vor ein Realitätsfaktum ist, benötigen starke
Frauen Ermutigung, Unterstützung und Förderung – von starken Frauen UND starken Männern gleichermaßen. Und deshalb freue ich mich darauf, im Herbst nun schon zum dritten Mal als Schirmfrau ein Kölner Cross Mentoring-Projekt begleiten zu dürfen, in dem weibliche Nachwuchskräfte von erfahrenen Mentoren und Mentorinnen eines anderen Unternehmens praxisnah lernen können. Und dass sich immer mehr Kölner Unternehmen an derartigen Projekten beteiligen, DAS ist auch stark. Denn nur so werden die gläsernen Decken nach und nach verschwinden.


Das ist zu diesem Thema …
… mein letztes Wort.


Ihre
Claudia Schall

»Es geht um Chancengleichheit im Sinne von fachlichen und menschlichen Kompetenzen.«

 
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