Das letzte Wort hat in dieser Ausgabe der Feldhillije der Altstädter, Dom- und Stadtdechant Msgr. Robert Kleine

Januar 2017 / Das letzte Wort
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Das letzte Wort hat in dieser Ausgabe der Feldhillije der Altstädter, Dom- und Stadtdechant Msgr. Robert Kleine

Januar 2017 / Das letzte Wort 

Das Festkomitee hat in diesem Jahr ein Motto gewählt, das wohl jeder von uns gerne unterschreibt: „Wenn mer uns Pänz sinn, sin mer vun de Söck!“ Das beginnt schon im frühesten Kindesalter. Sobald ein Kinderwagen auftaucht, sind wir bestrebt, einen Blick hineinzuwerfen. Und wenn es dann gelungen ist, sagen wir den Eltern meistens etwas, was die sowieso schon wussten: „Herrlich, dat es ja ne echte kölsche Jung“ oder „Nee, wat för e lecker kölsch Mädche!“ ... Vun de Söck sin mer Kölsche natürlich besonders im Hinblick auf die Pänz im Fastelovend: Das Kinderdreigestirn begeistert mit seiner Unbefangenheit und Natürlichkeit, d’r Schullzoch fasziniert durch seine Buntheit und die Kreativität der Grund- und weiterführenden Schulen. Vor 2000 Jahren gab es übrigens drei Männer, die waren auch vun de Söck. Zuerst, als sie einen neuen Stern aufgehen sahen, und dann, als dieser Stern sie zu einem Stall in Bethlehem führte. Hier fanden Kaspar, Melchior und Balthasar in der Krippe‚ ne echte Panz, dem die Heiligen Drei Könige ihre Geschenke überbrachten. In ihrer Nachfolge machten sich Anfang des Jahreswieder viele kölsche Pänz op de Söck, um als Sternsinger den Segen Gottes in die Wohnungen und Häuser unserer Stadt zu tragen – den Segen, um den auch ich den Herrn an dieser Stelle für die Session bitte. Das Sessions-Motto könnte übrigens von Jesus selbst stammen. Der stellte einmal ein Kind in die Mitte der Erwachsenen und sagte: „Wenn ihr nicht werdet wie ein Kind, könnt ihr nicht in dem Himmel kommen.“ Damit ist nicht gemeint, dass wir kind-isch sein sollen, wohl aber kind-lich. Das meint im positiven Sinne vertrauensselig, offen für andere, ehrlich, ungekünstelt, nicht berechnend, fröhlich. Und das ist doch genau die richtige Haltung, um miteinander Karneval zu feiern – als kleine und große Pänz Gottes!

In dem Sinn: Kölle alaaf – und vill Spaß an d’r Freud!

Das ist zu diesem Thema …

… mein letztes Wort.

Ihr und Euer

Msgr. Robert Kleine

Feldhillije der Altstädter

 

 
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